Montag, 5. September 2011

Vietnam XI, Dalat

Nach drei Naechten in den Bars und Clubs von Nha Trang fiel mir das fruehe Aufstehen schwer. Meine Laune verschlechterte sich weiter, als ich den platten Vorderreifen an meinen Motorrad sah. Alles in allen ein schlechter Start in einen schlechten Tag.
Nachdem mein Reifen geflickt war machte ich mich wieder auf den Weg in das Hochland Vietnams. Mein Ziel fuer den Tag war Dalat. Dalat wird ein franzoesisches Aussehen und Flair nachgesagt. Zudem ist das Klima im Hochland Vietnams wesentlich milder als im Rest des Landes.
Bevor ich weiter auf Dalat eingehe, muss ich den Weg dorthin detailiert beschreiben. Ich machte mich von Nha Trang auf Nebenstrassen auf den Weg. Mein Schalthebel bereitete mir schon seit geraumer Zeot Probleme, doch auf dem ersten Abschnitt war es dann entgueltig vorbei. Der Schaltebel rutschte an den abgenutzten Zahnraedern der korrespondierenden Welle dauerhaft ab. Ich konnte die Gaenge nicht mehr wechseln und musste einen Mechaniker aufsuchen. Der Mechaniker war in der Lage das Problem zu beheben. Jedoch wie so haeufig in Vietnam nur behelfsmaessig. Ich fuhr weiter und war schon bald in Mitten eines Anstiegs, der sich fuer Kilometer den Berg hinauf schlaengelte. Das Motorrad lief trotz all meiner Bedenken gut. Bis zu dem Zeitpunkt an dem die Behelfsloesung nicht mehr funktionierte. Ich fuhr im zweiten Gang weiter, bis das Motorrad an einer besonders steilen Stelle ausging. Ohne Doerfer und somit Mechaniker in direkter Naehe musste ich das Problem selbst beheben. Nach kurzer Zeit kam ein vietnamesisches Paar hinzu und ich wurde vom Chefmechaniker zum Handlanger degradiert. Mein Ego konnte das verkraften und wenig spaeter ging es mit einer neuen Behelfsreperatur weiter. Als diese dann erneut nicht mehr funktionierte war fuer mich das Ende der Fahnenstange erreicht. Ich stellte mich mit dem Motorrad an den Strassenrand und versuchte Busse oder LKW anzuhalten, um auf diesen Weg nach Dalat zu gelangen.
Nach einigen gescheiterten Versuchen hielt ein LKW an, doch dieser war zu gross und so hielt der Fahrer von LKW 1 einen kleineren LKW an. Wir einigten uns auf einen Preis und kurz darauf fuhr ich in der Fahrerkabine von LKW 1 waehrend mein Motorrad auf der Ladeflaeche von LKW 2 hinterher fuhr. Nach 25 Kilometern hielten wir an einer Werkstatt fuer LKW an. Dort wurde die Schraubverbindung durch eine Schweissnaht ersetzt.
Den Rest des Weges nach Dalat fuhr ich durch Regen bei Temperaturen, die fuer mich zu diesem Zeitpunkt meiner Reise nur knapp ueber den Gefrierpunkt lagen (20 Grad Celsius).
Ich fand in Dalat ein guenstiges Gasthaus abseits des Haupttouristenstroms. Das kalte Regenwetter ausserhalb des Hotelzimmers ignorierte ich so gut es ging und liess den schlechten Tag vor dem Fernseher ausklingen.
Nach dem ersten schlechten Tag in Dalat ging es nur unwesentlich besser weiter. Ich fuhr am Morgen durch die Stadt, bis ich bei einsetzenden Regen in ein Internetcafe fluechtete. Als der Regen etwas abgeklungen war wollte ich weiterfahren, doch meine Minsk hatte sich dagegen entschieden. Die ersten drei Mechaniker auf dieser Strasse wollten nichts mit einer Minsk zu tun haben, dann fand ich jemanden der es versuchte aber scheiterte. Ich brauchte einen Minsk Spezialisten.
Um fest zustellen ob es so jemanden in Dalat gibt ging ich zum Easy Rider Cafe. Die Easy Rider sind eine Gruppe von Motorradtourguides, die ueber ausreichende Englischkenntnisse und Kenntnis ueber die Gegend verfuegen um ansprechende Touren zu gestalten. Herr Binh oder der Einfachheit halber Mr Bean war mir eine grosse Hilfe die Minskwerkstatt zu finden und einen LKW fuer den Transport des Motorrads zou mieten. In der Werkstatt machte sich, der aus dem Norden Vietnams stammende Besitzer, Sinh gleich an die Arbeit. Nach zwei Stunden stand fest, dass Sinh den Motor oeffnen musste. Fuer mich bedeutete dies einen weiteren Tag in Dalat.
Ich lief im Verlauf des Tages nochmal in die Stadt und stellte fest, dass Dalat durchaus seine schoenen Seiten hat. Doch meine, durch das weiterhin schlechte Wetter und die Eskapaden meiner Misnk, miserable Laune truebte den Eindruck.
Der dritte Tag war mit Abstand der beste in Dalat. Ich konnte mein Motorrad abholen. Ein neuer Zylinder und Elektronik sollten die Probleme beheben. Mein Misstrauen gegenueber Dalat fuehrte dazu, dass ich an diesem Tag nur wenig machte. Ich wollte keinen weiteren schlechten Tag in Dalat riskieren.
Am fruehen Morgen des vierten Tages verabschiedete ich mich von den Gasthaus Besitzern und fuhr in Richtung Kueste. Ein paar Tage am Strand sollten das Chaos meines Aufenthalts in Dalat vergessen machen.







Samstag, 3. September 2011

Vietnam X, Nha Trang

Der Weg aus dem Hochland zur Kueste war ausgezeichnet auf dem Motorrad. Andere Verkehrsteilnehmer kamen schlechter mit den Kehren zu recht.
Ich kam vom Norden in die Stadt und hatte somit das Vergnuegen den Grossteil der Strandpromenade entlang fahren zu koennen.
Als ich das Zimmer im Hostel in der Mittagszeit betrat und die Haelfte der Gaeste im Tiefschlaf vorfand, betrachtete ich dies als gutes Indiz, dass Nha Trang seinen Ruf als die Partymetropole Vietnams gerecht wird.
Den Tag verbrachte ich am staedtischen Strand. Dieser ist sehr gut fuer einen staedtischen Strand und einzigartig durch die vorgelagerte Vergnuegungsinsel Vinpearl. Eine Seilbahn verbindet Vinpearl mit dem Festland. Letztentlich sind staedtische Straende meiner Meinung nach immer die zweite Wahl gegenueber abgeschiedenen Buchten.
Das Nachtleben in Nha Trang war gut. Am Abend verteilen sich die Touristen in eine Handvoll Bars. Spaeter stroemen dann alle in einen Club mit Privatstrand. Das Publikum dort ist eine gute Mischung aus Touristen, Einheimischen Partygaengern und den in Suedostasien unvermeidlichen Prostituierten. Um zwei Uhr endet die Musik, zumindest Werktags, einige der Feierwilligen ziehen weiter aber das Nachtleben ist weitestgehend vorueber. Ich hatte drei sehr gute Naechte in Nha Trang.
Das Strandleben am ersten Tag hatte mich nicht ueberzeugt und so machte ich mich am zweiten Tag auf, die naehere Umgebung zu erkunden. Nachdem ich den wikitravel Artikel zu Nha Trang gelesen hatte, entschied ich mich zum Long Beach 25 Kilometer suedlich von Nha Trang zu fahren. Der Weg zum Strand bietet ein grandioses Panorama auf diesen Kuestenabschnitt. Am Strand angekommen war ich hoechst erfreut. Der Strand war gesaeumt von Huetten, die guenstige Getraenke und Meeresfruechte verkaufen. Nach einem halben Tag der absoluten Entspannung am Strand beschloss ich meinen Aufenthalt um einen Tag zu verlaengern um das Strand- und Nachtleben zu geniessen.

Andere Verkehrteilnehmer



Fischer







Vinpearl

Long Beach aus meiner Perspektive

Montag, 22. August 2011

Vietnam IX, Buon Ma Thout

Um sieben Uhr Morgens verliess ich Kam Duc mit dem Ziel die eigentlich geplante Tagesetappe um die fehlenden 120 Kilometer des Vortages zu erweitern. Die Strassen waren leider zwischenzeitlich nicht des Namens wuerdig. Wenigstens lief das Motorrad diesmal problemlos. Nach 390 Kilometern oder 9 Stunden war ich in Buon Ma Thout angekommen.
Dort checkte ich in ein guenstig, genau gegenueber eines grossen Supermarktes, gelegenes Hotel ein. Nach den Strapazen des Tages stellte ich gluecklich fest Satelittenfernsehen zu haben. Den Abend verbrachte ich in meinen Zimmer damit das Actionstarensemble von "The Expendables" zu anzuschauen. Da ich zum Essen auch nicht weit gehen musste und wollte, konnte ich keine weiteren Eindruck von Buon Ma Thout gewinnen.

Am Strassenrand

Vietnam VIII, Kham Duc

Ich startete am fruehen Morgen in Hoi An um sicherzustellen, dass ich die ueber 250 Kilometer lange Strecke nach Kontum zuruecklegen konnte. Doch an diesen Tag sollte ich nicht in Kontum ankommen. Stattdessen lernte ich die frustierenden Aspekte eines Minsk Besitzer daseins kennen.
Die ersten eineinhalb Stunden verliefen relativ problemlos, ich verpasste eine Abzweigung, kam aber wieder auf die Richtige Strasse. Nachdem ich mein Motorrad betankt hatte fuhr es nur fuer wenige Kilometer weiter, dann ging es aus. Meine Versuche es wieder zu starten scheiterten. Ich schob das Motorrad zur naechsten Werkstatt. Damit began meine Reperaturodysee.
Der erste Mechaniker versuchte sich fuer 45 Minuten am Motorrad, die Haelfte dieser Zeit musste ich den Kick-Start betaetigen. Als der erste Mechaniker erkannte, dass sein Minsk-spezifisches Wissen fuer die Reperatur nicht ausreicht rief er einen Kollegen hinzu. Der zweite Mechaniker kam auf einer alten Honda angefahren. Sein Schnurrbart vermittelte zusaetzliche Kompetenz. Er bestaetigte den Eindruck in dem er eine fehlende Dichtung durch ein zurecht geschnittenes Stueck Zigarettenverpackung ersetzte. Nach weiteren 40 Minuten erweckte er mein Motorrad wieder zum Leben. Wie konnte ich nur an der glorreichen Minsk zweifeln.
Ich fuhr mit der Hoffnung den unerwarteten Stop wieder heraus zu fahren. Doch nach acht Kilometern verstummte die Minsk erneut. Ich war frustriert. In der naechsten Werkstatt durfte Mechaniker drei sich an die Arbeit machen. Dieser versuchte sein bestes, lokalisierte das Problem aber an falscher Stelle. Sein Fazit war, dass er mit dem passenden Ersatzteil weitermachen koennte, dieses aber nicht in der Naehe zu beschaffen sei. Meine Laune verschlechterte sich erneut. Ich ueberlegte wie ich meine Reise fortsetzen sollte. Letzendlich entschied ich mich dazu eine weitere Meinung einzuholen.
Als ich mein Motorrad 50 Meter geschoben hatte, hielt ein Fuehrer fuer Motorradtouren an. Dieser konnte gezielt nach einen Mechaniker mit Minskkenntnissen fragen. Zehn Kilometer entfernt gab es einen. Ich wurde von einem Motorroller dorthin abgeschleppt. Eine halbe Stunde Arbeit kostete es Mechaniker Nummer Vier das Motorrad wieder zu starten. Nach wenigen Kilometern gab dieses aber wieder den Geist auf. Der zweite Versuch von Mechaniker vier war dann aber von Erfolg gekroent.
Mit fuenf Stunden Verspaetung fuhr ich weiter. An einer Kreuzung fuhr ich der Beschilderung fuer den Ho Chi Minh Highway nach. Die schoenste Stasse, die ich in Vietnam bisher gefahren bin, hatte den Nachteil, dass sie in den Norden und nicht in den Sueden fuehrte. Nach 30 Kilometern fahrt in die falsche Richtung merkte ich meinen Fehler und drehte um.
Mit meiner angesammelten Verspaetung hatte ich keine Chance mein Tagesziel Kontum zu erreichen. Stattdessen fuhr ich soweit in diese Richtung wie ich bis zur Daemmerung schaffen konnte. Ich endete in einem Hotel in der kleinen Stadt Kham Duc. Diesmal war ich definitiv abseits jeglicher Touristenpfade.



Kham Duc

Sonntag, 21. August 2011

Vietnam VII, Hoi An

Mein Aufenthalt in Hoi An ging ueber vier Tage. In diesem Zeitraum habe ich mich groesstenteils an vier Orten und in meinem Hotelzimmer aufgehalten.
Der erste Ort war die Sleepy Gekko Bar, ein weiterer Tip von Ben. Dort hatte ich meinen Fruehstuecksmojito als ich in Hoi An ankam und mir wurden meine Fragen nach Unterkunft, etc. beantwortet. Diese Bar, mit wunderbaren Blick auf den Markt von Hoi An und Gratis Rum zu jeder Bestellung, wurde ein fester Anlaufpunkt in den Abendstunden.
Der zweite Ort war Danang. Es klingt etwas Absurd eine andere Stadt als Ort zu nennen aber wenn man sein eigenes Motorrad hat, kann man zum Einkaufen in die 30 Kilometer entfernte Millionenstadt fahren. Ich fuhr zweimal nach Danang. Beim erstenmal kaufte ich mir eine neue Kamera. Im Elektronikfachgeschaeft wurde ich dabei von fuenf Mitarbeiterinnen bedient und ausgefragt. Meine zweite Fahrt nach Danang diente hauptsaechlich dem Zeitvertreib. Ich kaufte neben Sonnencreme nur unnoetigen Kram.
Der dritte Ort war An Bang Beach. An diesem Strandabschnitt verbrachte ich einige Stunden.
Der vierte Ort war beim Schneider. Hoi An ist bekannt fuer seine guenstige Bekleidung. Die lokalen Schneider fertigen so ziemlich alles gegen Bezahlung. Ich liess mir drei Anzuege anfertigen. Ein Mann, der wie ich sein Privatleben im Internet ausbreitet, sollte dabei etwas Eleganz verspruehen.
Neben diesen vier Orten war ich am ersten Abend mit Scott und einem weiteren Deutschen in einem der edleren Restaurants essen. Das Motto des Abends war wieviel lassen die Vietnamesen, den westlichen Touristen durchgehen. Wir konnten diese Frage nicht abschliessend beantworten, da unsere Hemmschwellen erreicht waren bevor irgendeine Reaktion zu erkennnen war. Ein sehr unterhaltsamer Abend, den man in aehnlicher Art und Weise in Deutschland nur schwer umsetzen koennte. Ich moechte dem Leser hiermit versichern, dass wir niemanden Schaden zugefuegt haben.
Nach vier Tagen in Hoi An brauchte ich wieder eine Pause von Haupttouristenstrom. Ich setzte mich auf mein Motorrad, mit reparierter Hinterradbremse, und machte mich auf den Weg in das zentrale Hochland Vietnams.

Blick aus der Sleepy Gecko Bar


An Bang Beach






Meine Minsk am Strand von Danang

Mein neuer Anzug

Vietnam VI, Hoa's Place (Danang)

Der Weg von Hue nach Danang fuehrt ueber den Hai Van Pass sofern man sich an die Nebenstrassen haelt. Die Strasse windet sich spektakulaer von Meereshoehe ueber einen Berg. Leider war meine Kamera kaputt. Auf der Passhoehe traf ich drei vietnamesische Motorradfahrer und einen Amerikaner auf einen Motorroller. Die Vietnamesen hatte eine Palette Red Bull auf einen ihrer Motorraeder befestigt und luden den Amerikaner, Scott, und mich auf eine Dose ein.
Von der Passhoehe an fuhr ich zusammen mit Scott weiter. An einem Bahnuebergang in Danang passiert es dann, meine Minsk brauchte eine Pause; der Hinterreifen war geplatzt. Zum Glueck waren drei Werkstaetten in direkter Naehe. Scott und ich tranken ein kaltes, waehrend der Mechaniker sich an die Arbeit machte. Beide Taetigkeiten waren etwa gleichzeitig beendet. Nach ein paar Kilometern merkte ich, dass der Mechaniker meine Hinterradbremse beim Reifenwechsel beschaedigt hatte. Anstatt nochmal anzuhalten entschied ich mich die Kurzstrecken des aktuellen und des Folgetages nur mit der Frontbremse zu fahren. Wenige Kilometer ausserhalb Danang stoppten wir unsere Motorraeder bei einem grossen Menschenauflauf. Scott vermutete ein buddhistisches Fest als Anlass, lag damit aber falsch. Es war ein Fussballspiel. Fuer zwanzig Minuten verfolgten wir das Spiel und wurden dabei zum Nebenprogramm.
Nach dem Spiel fuhr Scott nach Hoi An und ich wieder in Richtung Danang, da ich die Strasse zu meinem Quartier fuer die Nacht verpasst hatte. Als ich ankam war der Besitzer nicht da, trotzdem bekam ich ein Zimmer und ein kaltes Getraenk. Ich war hierher gekommen, weil ich gehoert hatte, dass Hoa, der Besitzer, ein ehemaliger Vietcong ist und bei einem Bier die ein oder andere Geschichte zu erzaehlen hat. Waehrend meines eintaegigen Aufenthaltes traf ich Hoa nur zweimal fuer kurze Zeit - keine Vietcong Geschichten fuer mich. Ansonsten war der Ort allerdings sehr liebenswert. Es gab ein gemeinsames Abendessen, Getraenke und Essen werden auf Vertrauensbasis selbstaendig aufgeschrieben und die Lage in unmittelbarer Naehe zum Strand machen diesen Ort aus.
Ich verliess Hoa's Place am Morgen und hatte den Luxus an diesen Tag nur 15 Kilometer nach Hoi An fahren zu muessen. Waehrend dieser Fahrt an der Kueste entlang wurde mir Hoas Lage bewusst. Er stellt die letzte Budgetunterkunft an einem Kuestenabschnitt, der zur Zeit "entwickelt" wird, bereit. Die Frage, die sich stellt, ist wie lange darf ein Ort, wie Hoa's Place zwischen den Hotels, Villenanlagen und Golfclubs fortbestehen. 

Vietnam V, Hue

Auf dem Weg nach Hue stoppte ich zur Mittagszeit in Dong Ha. Ben gab mir den Tip dort in Tam's Cafe zu essen. Tam hat in seinem Cafe ausschliesslich Gehoerlose angestellt. Man kann dort fuer kleines Geld essen und trinken mit dem guten Gefuehl ein sinnvolles Projekt zu unterstuetzen.
Von Dong Ha bis Hue musste ich den Kuestenhighway nehmen. Auf dieser viel befahrenen Strasse macht die Fahrt mit einem schwach motorisierten Motorrad nur wenig Spass. Ich versuchte permanent nicht in den Weg der schnelleren Busse und Autos zu kommen.
In Hue angekommen parkte ich mein Motorrad fuer die naechsten eineinhalb Tage und bezog mein Bett in einem Hostel. Ich lief am Nachmittag etwas durch die Stadt. Den Abend liess ich ganz unsozial mit einem Buch enden. Am zweiten Tag besichtigte ich die Festung von Hue. Die Festung war in Teilen verfallen und verwildert. Dies loeste gemischte Gefuehle bei mir aus. Zum einen war es schoen, dass man den Gebaeuden ihr Alter ansehen koennte. Zum anderen hat man eine Verpflichtung diese Staette fuer kommende Generationen zu erhalten. Mein Versuch die Fotos von meiner zweiten Speicherkarte auf einen Computer zu laden endete mit dem Defekt meiner zweiten Speicherkarte.
Am Abend trank ich ein paar Bier in der Hostelbar und traf dort auf Chris, einen Amerikaner, den Ben dorthin vermittelt hatte. Chris erklaerte mir den Weg von Hue nach Danang, der den Highway Nummer eins weitestgehend vermiet. Ich wuerde am naechsten Tag also keine Probleme mit Bussen und Autos haben. Anschliessend verabredete ich mich mit Chris am Montag, seinen freien Tag, in einer Bar in Hoi An.
Am Morgen meiner Abreise fiel ich ueber das kostenlose Fruehstueck her. Danach kaufte ich mir eine neue Speicherkarte fuer meine Kamera. Ich liess noch etwas Luft in meine Reifen pumpen und machte mich auf dem Weg nach Danang.